April 2026
Amazon Visa
Seit einem Jahr nutze ich die 2024 neu aufgelegte Kreditkarte Amazon Visa. Sie berechnet keine Grundgebühr, und für Umsätze gibt es sogar Geld zurück.
Amazing Lists nervt nicht mit Cookies, Popups, Bannern oder Klickstrecken. Werbung gibt es hier nur in Form von Links zu Amazon: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.
Vor- und Nachteile
Die 2024 neu gestartete Amazon Visa erfüllt für Amazon-Kunden in Deutschland auf den ersten Blick alle Wünsche an ein unkompliziertes, modernes Zahlungsmittel:
- Es fallen dauerhaft keine Gebühren an.
- Du musst nicht gleichzeitig ein Girokonto eröffnen, sondern nutzt als Referenzkonto ein vorhandenes Bankkonto.
- Bei allen Umsätzen werden dir Punkte gut geschrieben. Bei Amazon-Käufen bringt dir das 1 % Cashback, bei anderen Käufen 0,5 %. An speziellen Angebotstagen bekommen Prime-Kunden für Amazon-Käufe 2 % Cashback.
- Die Kreditkarte ist per NFC für kontaktlose Zahlungen nutzbar (bis 50 Euro ohne PIN) oder per Google Pay ins Smartphone integrierbar.
- Die Amazon Visa App und ein Web-Portal informieren dich über Umsätze und Amazon-Punkte und ermöglichen es, Umsatzlimits, Abrechnungsart und Karten-PIN zu ändern.
- Für 7,99 Euro/Monat gibt es jederzeit "Travel+" dazu: eine Auslandsreiseversicherung (für Unfall, Krankheit, Gepäckverlust und mehr) plus monatlich fünf gebührenfreie Bargeldabhebungen. Der Service gilt mindestens 30 Tage und lässt sich per App ein- und ausschalten.
- Nach einer Identifizierung (z.B. per Video-Ident) ist der Vertrag ohne Fristen kündbar. Somit bringt die Amazon Visa kaum Risiken mit sich.
Auf den zweiten Blick ist natürlich auch bei der Amazon Visa nicht alles perfekt:
- Es fällt standardmäßig eine Gebühr für Bargeldabhebungen an: 3,9 % für Euro-Abhebungen, 5,4 % für andere Währungen – jeweils aber mindestens 1,50 Euro. Daher gilt üblicherweise: Um Bargeld abzuheben, nutze besser eine andere Karte als die Amazon Visa.
- Außerhalb der Euro-Zone fällt eine Auslandseinsatzgebühr von 1,5 % des Kreditkartenumsatzes an.
- Damit diese Kreditkarte – zumindest im Inland – unterm Strich wirklich gebührenfrei ist, musst du außerdem die Vollzahler-Funktion aktivieren. Als "Teilzahler" entstehen dir nämlich Zusatzkosten: Dann wird monatlich nur ein kleiner Teil der offenen Beträge eingezogen, der Rest wird als Kredit teuer verzinst.
- Die Amazon Visa lässt sich bisher leider nicht mit Apple Pay verbinden: Für Zahlungen an der Kasse musst du dein iPhone also mit einer anderen Zahlungsmethode ausstatten.
- Und du brauchst – wie bei jedem Bankkonto – etwas Geduld mit dem Antrag: Auch geübte Online-Kunden sollten für den Prozess der Beantragung und Freischaltung mindestens 15 Minuten einplanen.
FAQ zur Amazon Visa
Wenn du dich für die Kreditkarte von Amazon interessierst: hier die wichtigsten Antworten noch einmal zusammengefasst!
Für wen lohnt sich die Amazon Visa?
Die Amazon Visa ist besonders interessant für alle, die regelmäßig bei Amazon einkaufen. Durch das Cashback in Form von Punkten sparst du bei jedem Einkauf – vor allem als Prime-Mitglied. Weniger geeignet ist die Karte dagegen für:
- häufige Bargeldabhebungen,
- Zahlungen außerhalb der Eurozone,
- Nutzer, die Apple Pay verwenden möchten.
Wie sicher sind Visa-Karten?
Kreditkarten galten bereits als sicher, bevor es moderne Sicherheitsfunktionen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung gab – denn kam es einmal zu betrügerischen Abbuchungen, wurden diese ohne Diskussion erstattet. Die Amazon Visa nutzt heute jedoch die Sicherheitsfunktionen ihrer "Amazon Visa App" inklusive biometrischer Authentifizierung und ist damit so sicher wie jedes andere Online-Banking: Böse Überraschungen auf der Abrechnung sind heute praktisch ausgeschlossen.
Ist die Amazon Visa wirklich kostenlos?
Ja, es gibt keine Jahresgebühr. Kosten entstehen nur, wenn du Teilzahlung wählst oder Zusatzleistungen in Anspruch nimmst.
Kann ich die Punkte auszahlen lassen?
Nein, die Punkte können nur bei Amazon eingelöst werden.
Gibt es Apple Pay?
Nein, aktuell wird nur Google Pay unterstützt.
Wie hoch ist das Cashback?
1 % bei Amazon, 0,5 % sonst, bis zu 2 % bei Aktionen.
Geduld mit dem Antrag
Meine Antragstellung für die Amazon Visa war durchaus herausfordernd.
Die eigentliche Dateneingabe war erst einmal schnell erledigt: Die Adressdaten sind aus dem Amazon-Konto teilweise schon vorausgefüllt, dazu kommen Angaben z.B. zum vorhandenen Referenzkonto sowie grobe Angaben zum Gehalt und zu monatlichen Ausgaben.
Bis die Amazon Visa endgültig aktiviert ist, sind allerdings mehrfache Eingaben von Bestätigungscodes an Handynummer und E-Mail-Adresse nötig – im Zusammenhang mit der Antragstellung, der Bestätigung des Referenzkontos bei einer anderen Bank mittels einer Test-Überweisung, dem Identifikationsprozess per Video-Ident oder Bank-Ident sowie der Annahme eines 63-seitigen Vertrags.
Nebenbei gibt es Fragen zur Kartenabrechnung (um Kosten zu vermeiden, solltest du "Vollzahlung" wählen!), zur Einrichtung als Amazon-Zahlungsart, zu Daten-Updates gegenüber Amazon sowie zu einer optionalen Ratenschutzversicherung.
Tipp: Führe den Prozess bis zur Genehmigung des Antrags im Browser durch und wechsle beim Schritt "Jetzt identifizieren" in die Amazon Visa App auf dem Smartphone. Dort kannst du dich mit deinen neuen Nutzerdaten direkt einloggen und aus der App heraus das Bank-Ident-Verfahren durchführen – mit einer Dateneingabe, zwei Ausweis-Fotos und einer kurzen Videosequenz.
Dann los!
Hast du dein Amazon-Konto und ein Bank-Konto am Start? Dann steht der neuen Kreditkarte und dem Punkteverdienen bei Amazon nichts im Weg – bis auf etwas Geduld mit dem Online-Antrag. Mit deinen Amazon-Zugangsdaten gelangst du direkt zum Kartenantrag mit einigen bereits vorausgefüllten Feldern. Wenn du deine neue VISA-Karte als Standard-Zahlungsmittel mit deinem Amazon-Account verknüpfst, sammelst du künftig für jeden Amazon-Kauf 1 bis 2 % Belohnung.