Oktober 2026
Produkte zum Zimmerstreichen
Welche Produkte brauchst du zum Streichen? Diese Checkliste zeigt dir alles, was du für die Wände in deinem Zimmer brauchst – vom Malerkrepp bis zur Farbe.
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Zimmer streichen: Was brauchst du?
Ein Zimmer zu streichen gehört zu den Renovierungsarbeiten, die du gut selbst erledigen kannst. Mit frischer Farbe an den Wänden wirkt ein Raum sofort heller und gepflegter. Damit das Streichen gelingt, kommt es weniger auf Talent an als auf die Vorbereitung und das passende Werkzeug.
Bevor der erste Farbroller die Wand berührt, deckst du Möbel und Boden ab, klebst Kanten ab und bessert Löcher in den Wänden aus. Diese Arbeit dauert oft länger als das eigentliche Streichen. Sie entscheidet aber darüber, ob das Ergebnis am Ende sauber aussieht.
Im Baumarkt stehen neben den Farbeimern auch Airless-Spritzgeräte, Deckenschleifer und Rührwerke. Solche Geräte lohnen sich für Maler, die jede Woche mehrere Räume streichen. Für ein oder zwei Zimmer in deiner Wohnung brauchst du sie nicht – Farbroller, Pinsel und ein paar Hilfsmittel reichen aus.
Diese Checkliste zeigt dir, welche Produkte du zum Streichen brauchst und wofür sie gut sind. Sie ist nach Arbeitsschritten sortiert: vom Abdecken über das Spachteln bis zum Anstrich der Wände und Decken.
Das Besondere an dieser Liste
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Abdecken & Abkleben
- Malerkrepp
Mit Malerkrepp klebst du Fußleisten und Fensterrahmen ab. Für glatte Untergründe eignet sich Washi-Tape, das sich nach dem Streichen rückstandsfrei ablösen lässt. - Abdeckfolie
Dünne Abdeckfolie aus Kunststoff schützt Möbel und Fenster vor Farbspritzern. Große Planen mit 4 × 5 m decken auch ein Sofa oder einen Schrank komplett ab. - Abdeckvlies
Für den Boden ist Abdeckvlies besser als Folie: Es saugt Farbtropfen auf und ist rutschfest. Nach dem Streichen rollst du es auf und verwendest es im nächsten Zimmer wieder. - Abdeckfolie mit Klebeband
Bei dieser Folie ist schon ein Kreppband angebracht. Du klebst sie oberhalb der Fußleiste oder am Türrahmen fest und ziehst sie auseinander. Das spart Zeit beim Abkleben.
Wände vorbereiten
- Spachtelmasse
Dübellöcher und Risse in den Wänden füllst du vor dem Streichen mit Spachtelmasse. Fertigspachtel ist sofort einsatzbereit und lässt sich nach dem Trocknen glatt schleifen. - Spachtel
Mit einem schmalen Spachtel drückst du die Masse in kleine Löcher, mit einem breiten ziehst du größere Stellen glatt. Ein Set mit mehreren Breiten deckt alle Ausbesserungen ab. - Schleifpapier
Nach dem Trocknen schleifst du gespachtelte Stellen mit Schleifpapier eben, damit sie unter der Farbe nicht auffallen. Für Wände genügt eine mittlere Körnung wie 120 oder 180. - Maleracryl
Risse in Raumecken und Fugen zwischen Wand und Decke schließt du mit Maleracryl. Anders als Silikon lässt es sich überstreichen – je nach Produkt schon nach einer Stunde. - Kartuschenpresse
Für Maleracryl in Kartuschen brauchst du eine Kartuschenpresse. Ein Modell mit Tropfstopp verhindert, dass nach dem Loslassen Material herausquillt und die Fuge verschmiert.
Farbe & Grundierung
- Wandfarbe
Für Zimmer und Decken eignet sich weiße Dispersionsfarbe für innen. Achte auf Deckkraftklasse 1 oder 2, dann reichen oft zwei Anstriche. Ein Liter genügt für etwa 6 bis 8 m². - Abtönfarbe
Mit Abtönfarbe mischst du aus weißer Wandfarbe deinen eigenen Farbton. Rühre die Menge für das ganze Zimmer auf einmal an, sonst unterscheiden sich die Wände später im Farbton. - Tiefgrund
Stark saugende Wände aus frischem Putz oder Gipskarton behandelst du vor dem Streichen mit Tiefgrund. Er sorgt dafür, dass die Farbe gleichmäßig haftet und keine Flecken bildet. - Isolierfarbe
Wasserflecken und Nikotin schlagen durch normale Wandfarbe immer wieder durch. Eine Isolierfarbe sperrt solche Verfärbungen ab, bevor du die Wände im neuen Farbton streichst.
Rollen & Wannen
- Farbroller
Für glatte Wände nimmst du einen Farbroller mit 25 cm Breite und mittellangem Flor. Ein kleiner Roller mit 10 cm ist für schmale Flächen neben Türen oder Fenstern praktisch. - Teleskopstange
Mit einer Teleskopstange erreichst du die Decke und die obere Wandhälfte ohne Leiter. Du schraubst sie auf den Griff des Farbrollers und passt die Länge an die Raumhöhe an. - Farbwanne
Für kleine Flächen genügt eine Farbwanne mit geriffeltem Boden. Darin streichst du überschüssige Farbe ab, bevor du den kleinen Roller oder den Pinsel an die Wand setzt. - Abstreifgitter
Für große Roller ist ein Abstreifgitter praktischer als eine Wanne. Du hängst es in den Farbeimer und rollst die Farbe darauf ab – so tropft beim Streichen weniger auf den Boden.
Pinsel & Kleinwerkzeug
- Flachpinsel
Ecken und Kanten an der Decke streichst du mit einem Flachpinsel vor, bevor du die Fläche mit dem Roller bearbeitest. Eine Breite von 50 bis 70 mm passt gut für Wandfarbe. - Heizkörperpinsel
Der abgewinkelte Stiel eines Heizkörperpinsels erreicht die Wand hinter dem Heizkörper, ohne dass du ihn abmontieren musst. Auch in engen Nischen ist er eine große Hilfe. - Farbrührer aus Holz
Wandfarbe entmischt sich im Eimer, deshalb rührst du sie vor dem Streichen gründlich auf. Ein Holzstab mit 40 cm Länge reicht bis zum Boden eines großen Farbeimers. - Cuttermesser
Ein Cuttermesser brauchst du zum Zuschneiden von Folie, Vlies und Kreppband. Außerdem kannst du damit lose Tapetenreste abtrennen, bevor du mit dem Streichen beginnst. - Schraubendreher-Set
Abdeckungen von Steckdosen und Schaltern schraubst du vor dem Streichen ab, damit du sauber um die Dosen herum arbeiten kannst. Ein kleines Set mit Kreuzschlitz genügt.
Leiter & Schutz
- Trittleiter
Eine stabile Trittleiter mit zwei oder drei Stufen reicht, um die Kanten an der Decke vorzustreichen. Eine Ablage für Farbwanne und Pinsel erspart dir viele Wege nach unten. - Maleroverall
Ein Einweg-Overall aus Vlies schützt deine Kleidung vor Farbspritzern. Mit Kapuze bleiben auch die Haare sauber, wenn du die Decke streichst. Danach landet er im Müll. - Einweghandschuhe
Nitrilhandschuhe schützen deine Hände vor Farbe, Tiefgrund und Spachtelmasse. Sie sitzen enger als Arbeitshandschuhe, sodass du Pinsel und Kreppband gut greifen kannst. - Schutzbrille
Beim Streichen der Decke tropft leicht Farbe nach unten. Eine Schutzbrille bewahrt deine Augen vor Spritzern und vor dem Staub, wenn du gespachtelte Stellen glatt schleifst.
Bereit für frische Wände?
Mit den Produkten aus dieser Liste hast du alles beisammen, um dein Zimmer selbst zu streichen. Für Wände und Decke eines Zimmers mit 15 m² Grundfläche brauchst du bei zwei Anstrichen etwa 15 Liter Farbe. Plane einen Tag für die Vorbereitung und einen weiteren für zwei Anstriche ein. Zwischen den Schichten muss die Farbe einige Stunden trocknen.
Lüfte beim Streichen regelmäßig, aber vermeide Durchzug und direkte Sonne auf den frischen Wänden. Das Kreppband ziehst du ab, solange die Farbe noch feucht ist. Dann bleiben die Kanten sauber und dein Zimmer sieht aus wie vom Maler gestrichen.