Oktober 2026

Notvorrat für Krisen

Mit dieser Checkliste legst du einen Notvorrat an, der dich zehn Tage durch eine Krise bringt: mit Wasser, Lebensmitteln, Licht, Hygieneartikeln und Hausapotheke.

Notvorrat für die Krise [ChatGPT]

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Notvorrat: Vorsorge für die Krise

Krisen-Vorrat: Toilettenpapier [Pixabay #4970798] Diese Checkliste hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun. Notsituationen, in denen du für längere Zeit nicht einkaufen kannst, können auf viele Arten entstehen: durch Umweltkatastrophen, Pandemien, große Stromausfälle etwa durch Sabotage – oder durch politische oder wirtschaftliche Eskalationen, die sich auf Produktion oder Lieferketten auswirken und bestimmte Produkte plötzlich unerreichbar machen. Aber auch für private Notfälle wie eine Krankheit bist du mit einem Notvorrat besser gewappnet.

Wie viel Vorrat du zu Hause bunkerst, ist ganz deine Entscheidung. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt in seinem Krisenratgeber "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" eine Bevorratung für mindestens drei, besser für zehn Tage.

Ein Notvorrat bedeutet dabei nicht, Supermarktregale leer zu kaufen. Am besten baust du ihn Schritt für Schritt auf, indem du bei jeder Gelegenheit ein paar Dinge zusätzlich kaufst.

Doch welche Bedürfnisse und Produkte solltest du abdecken? Diese Checkliste macht dir die richtigen Einkäufe leichter – auch mit Hilfe direkter Links zu Amazon-Produktkategorien und ‑Suchergebnislisten. Die Liste orientiert sich an den Empfehlungen des BBK und ergänzt sie um Helfer für Stromausfall und ein Notgepäck.


Deine Vorrats-Checkliste!


Wasser & Getränke

  • Stilles Mineralwasser
    Pro Person rechnet das BBK mit 2 Litern am Tag. Für zehn Tage brauchst du also 20 Liter, am besten in Flaschen, die du nach und nach austauschst.
  • Wasserkanister
    Faltbare oder feste Kanister füllst du bei einer Vorwarnung mit Leitungswasser. So hast du zusätzlich Wasser zum Kochen, zum Abwaschen und für die Körperpflege.
  • Outdoor-Wasserfilter
    Ein Outdoor-Wasserfilter macht im Notfall auch Regen- oder Bachwasser trinkbar. Er ist leicht, braucht keinen Strom und gehört in jede Notvorrat-Checkliste.
  • Wasserentkeimung
    Tabletten zur Wasserentkeimung halten gelagertes oder gefiltertes Wasser länger frisch. Sie nehmen kaum Platz weg und sind ein günstiger Baustein deines Vorrats.
  • H-Milch
    H-Milch hält sich ungekühlt monatelang. Für Kaffee, Müsli oder Kinder ist sie eine gute Ergänzung zum Wasservorrat und liefert dir zusätzlich Eiweiß und Kalzium.

Haltbare Lebensmittel

  • Nudeln & Reis
    Nudeln und Reis sind die Basis jedes Notvorrats, weil sie lange haltbar und günstig sind. Plane rund 3,5 kg Getreideprodukte pro Person für zehn Tage ein.
  • Knäckebrot & Zwieback
    Wenn der Bäcker geschlossen hat, ersetzen Knäckebrot und Zwieback dein Frühstücksbrot. Ungeöffnet halten sie sich viele Monate und brauchen keine Zubereitung.
  • Haferflocken
    Haferflocken kannst du mit Wasser, H-Milch oder kalt mit Saft anrühren. Sie liefern Ballaststoffe und Energie und eignen sich für Frühstück und Zwischenmahlzeit.
  • Gemüsekonserven
    Das BBK empfiehlt rund 4 kg Gemüse und Hülsenfrüchte pro Person. Erbsen, Möhren oder Mais aus Dose und Glas schmecken im Notfall auch kalt.
  • Hülsenfrüchte in der Dose
    Bohnen, Linsen und Kichererbsen aus der Dose sind vorgegart und liefern viel Eiweiß. Sie sind eine gute Fleischalternative für deinen Vorrat in der Krise.
  • Obstkonserven
    Pfirsiche, Mandarinen oder Apfelmus im Glas bringen Abwechslung und Vitamine in den Vorrat. Den Saft aus der Dose kannst du zusätzlich als Getränk nutzen.
  • Nüsse und Trockenobst
    Nüsse, Rosinen und getrocknete Aprikosen sind energiereiche Snacks, die du ohne Zubereitung isst. Lagere sie trocken und kühl, damit sie nicht ranzig werden.
  • Fischkonserven
    Thunfisch, Makrelen oder Sardinen in Dosen sind jahrelang haltbar und liefern Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren. Das Öl aus der Dose kannst du gleich mitverwenden.
  • Eintöpfe in Dosen
    Eintöpfe und Suppen aus der Dose musst du nur erwärmen, notfalls isst du sie kalt. Sie sind praktisch, wenn du beim Kochen mit wenig Energie auskommen musst.
  • Speiseöl
    Fette gehören laut BBK ebenfalls in den Notvorrat. Raps- oder Olivenöl hält sich verschlossen lange und macht aus einfachen Zutaten ein sättigendes Gericht.

Kochen ohne Strom

  • Campingkocher
    Fällt der Strom aus, bleibt der Herd kalt. Mit einem Gaskocher kannst du Wasser erhitzen und warme Mahlzeiten zubereiten, aber nur in gut belüfteten Räumen.
  • Gaskartuschen
    Passende Kartuschen für deinen Kocher solltest du gleich mit einlagern. Rechne für zehn Tage mit mehreren Stück und prüfe vorher, welches Ventil du brauchst.
  • Trockenbrennstoff
    Brennstofftabletten oder Brennpaste sind ein leichter Ersatz, falls das Gas ausgeht. Sie lassen sich jahrelang lagern und reichen zum Aufwärmen kleiner Portionen.
  • Stabfeuerzeug & Streichhölzer
    Ohne Funken gibt es kein warmes Essen und kein Kerzenlicht. Lege mehrere Feuerzeuge und Sturmstreichhölzer an verschiedenen Stellen im Haus bereit.
  • Manueller Dosenöffner
    Ein elektrischer Dosenöffner hilft dir beim Stromausfall nicht weiter. Ein einfacher Handöffner kostet wenig und macht deine Konserven überhaupt erst nutzbar.
  • Thermoskanne
    Wasser, das du einmal erhitzt hast, bleibt in der Thermoskanne stundenlang heiß. Das spart Brennstoff und sorgt für warmen Tee, auch wenn die Heizung ausfällt.

Hygiene

  • Toilettenpapier
    Toilettenpapier war in der Pandemie als Erstes ausverkauft. Ein paar Packungen extra brauchen zwar Platz, verderben aber nicht und gehören in jeden Vorrat.
  • Feuchttücher
    Wenn kein Wasser aus der Leitung kommt, ersetzen Feuchttücher die Katzenwäsche am Waschbecken. Sie eignen sich auch für Hände und Oberflächen in der Küche.
  • Händedesinfektion
    Ein Desinfektionsmittel für die Hände spart Wasser und schützt vor Infektionen, wenn du dir die Hände nicht gründlich waschen kannst. Achte auf viruzide Wirkung.
  • Feste Seife
    Feste Seife ist sparsam und lange haltbar. Sie reicht für die Körperpflege und notfalls auch für die Handwäsche von Kleidung, wenn die Waschmaschine streikt.
  • Müllbeutel
    In einer Krise kann auch die Müllabfuhr ausfallen. Reißfeste Müllbeutel helfen dir, Abfälle sicher zu sammeln, und dienen im Notfall als Toiletteneinsatz.
  • Notfalltoilette
    Fällt die Wasserversorgung aus, funktioniert auch die Spülung nicht. Eine Campingtoilette oder Toilettenbeutel mit Bindemittel lösen das Problem hygienisch.
  • Trockenshampoo
    Haare waschen ohne Wasser: Trockenshampoo sorgt im Notfall dafür, dass du dich etwas frischer fühlst. Auch für Kranke, die nicht duschen können, ist es eine Hilfe.

Licht & Strom

  • LED-Taschenlampen
    Eine robuste LED-Taschenlampe ist bei Stromausfall das wichtigste Werkzeug. Lege für jedes Familienmitglied eine bereit, die mit gängigen Batterien läuft.
  • Stirnlampen
    Mit einer Stirnlampe hast du beide Hände frei, etwa zum Kochen oder um im Keller den Sicherungskasten zu prüfen. Sie verbraucht wenig Strom und ist leicht.
  • Campinglaternen
    Eine LED-Laterne beleuchtet einen ganzen Raum und ist sicherer als Kerzen. Modelle mit Akku und Batteriefach geben dir zwei Wege, sie mit Energie zu versorgen.
  • Kerzen & Teelichter
    Kerzen und Teelichter spenden Licht und etwas Wärme, wenn die Batterien knapp werden. Stelle sie nur auf feuerfeste Unterlagen und lass sie nie unbeaufsichtigt.
  • Batterien
    Ohne Batterien bleiben Lampe und Radio stumm. Bevorrate die Größen, die deine Geräte brauchen, meist AA und AAA, und achte auf ein langes Haltbarkeitsdatum.
  • Powerbanks
    Eine vollgeladene Powerbank hält dein Smartphone mehrere Tage am Leben. Lade sie regelmäßig nach, damit sie im Krisenfall einsatzbereit ist und Energie liefert.
  • Solar-Ladegeräte
    Ein faltbares Solarpanel lädt Powerbank und Handy auch dann, wenn der Strom tagelang wegbleibt. Bei Sonne reicht dafür schon ein Fensterbrett oder der Balkon.
  • Powerstations
    Eine tragbare Powerstation versorgt Lampen, Laptop oder Kühlbox über Stunden mit Strom. Kombiniert mit einem Solarmodul wird sie zur kleinen Notstromversorgung.

Radio & Dokumente

  • Kurbelradios
    Im Katastrophenfall informieren Behörden über das Radio. Ein Kurbelradio mit Solarzelle funktioniert ohne Steckdose und lädt oft nebenbei dein Handy auf.
  • DAB+-Radios mit Batterie
    Ein tragbares Radio mit UKW und DAB+ empfängt Warnmeldungen auch ohne Internet. Achte darauf, dass es mit handelsüblichen Batterien betrieben werden kann.
  • Feuerfeste Dokumententaschen
    Ausweise, Versicherungspolicen und Urkunden gehören in eine feuer- und wasserfeste Tasche. So kannst du sie bei einer Evakuierung schnell mitnehmen.
  • Dokumentenmappen
    Eine Mappe mit Fächern sorgt dafür, dass Kopien wichtiger Unterlagen griffbereit sind. Ergänze eine Liste mit Notfallkontakten und z.B. einem Medikamentenplan.
  • Geldkassetten
    Bei Stromausfall funktionieren weder Kartenzahlung noch Geldautomaten. Bewahre etwas Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen in einer abschließbaren Kassette auf.
  • Verschlüsselte USB-Sticks
    Digitale Kopien deiner Dokumente sicherst du am besten auf einem verschlüsselten USB-Stick. Den kannst du auch Verwandten geben oder ins Notgepäck legen.

Hausapotheke

  • Erste-Hilfe-Sets
    Ein gut sortiertes Erste-Hilfe-Set mit Verbandsmaterial, Schere und Kompressen ist die Grundlage deiner Hausapotheke. Prüfe regelmäßig das Ablaufdatum.
  • Fieberthermometer
    Ein digitales Fieberthermometer hilft dir einzuschätzen, wie ernst eine Erkrankung ist. Halte eine Ersatzbatterie bereit, damit es im Notfall nicht ausfällt.
  • Wunddesinfektion
    Ein Wunddesinfektionsspray beugt Entzündungen vor, wenn der Arzt nicht gleich erreichbar ist. Es gehört zusammen mit Pflastern in jede Notfall-Hausapotheke.
  • Pflaster
    Pflaster in verschiedenen Größen und Blasenpflaster decken kleine Verletzungen ab. Eine Box mit gemischten Strips ist praktisch und braucht wenig Platz im Schrank.
  • Elektrolytpulver
    Bei Durchfall oder Fieber verliert dein Körper viel Flüssigkeit und Salze. Elektrolytpulver zum Anrühren gleicht den Verlust aus und sollte auch in die Hausapotheke.
  • FFP2-Masken
    FFP2-Masken schützen bei Pandemien und auch vor Rauch oder Staub nach einem Unwetter. Ein kleiner Vorrat davon ist günstig und nimmt im Schrank kaum Platz weg.
  • Einmalhandschuhe
    Einmalhandschuhe brauchst du bei der Wundversorgung, bei der Pflege von Kranken oder beim Umgang mit Abfällen. Nitril-Handschuhe sind latexfrei und reißfest.

Notgepäck & Sicherheit

  • Notfallrucksäcke
    Für eine Evakuierung brauchst du einen gepackten Rucksack mit Dokumenten, Medikamenten, Wechselkleidung und Proviant. Ein fertiges Set erleichtert dir den Start.
  • Rettungsdecken
    Rettungsdecken aus Folie wiegen fast nichts und halten die Körperwärme zurück. Pack einige ins Notgepäck und ins Auto, denn sie helfen auch bei Unfällen.
  • Schlafsäcke
    Fällt im Winter die Heizung aus, hält dich ein Schlafsack auch in der ausgekühlten Wohnung warm. Achte auf die Komforttemperatur und ein kleines Packmaß.
  • Wolldecken
    Wolldecken sind die einfachste Lösung gegen Kälte, wenn die Heizung ausfällt. Wolle wärmt auch dann noch, wenn sie etwas feucht geworden ist, und hält lange.
  • Feuerlöscher
    Kerzen, Gaskocher und Notlicht erhöhen die Brandgefahr. Ein Feuerlöscher für den Haushalt, etwa ein Schaumlöscher, sollte gut erreichbar an der Wand hängen.
  • Rauchmelder
    Rauchmelder sind in allen Bundesländern Pflicht. Prüfe vor allem dann, ob ihre Batterien noch funktionieren, wenn du in der Krise mit offenem Feuer hantierst.
  • Multitools
    Ein Multitool mit Messer, Zange und Schraubendreher hilft dir bei kleinen Reparaturen und beim Öffnen von Verpackungen. Es passt in jede Hosen- oder Jackentasche.

Halte deinen Vorrat lebendig

Ein Notvorrat ist kein Lager, das du einmal anlegst und dann vergisst. Stelle neue Einkäufe nach hinten ins Regal und verbrauche ältere Lebensmittel zuerst. Prüfe zweimal im Jahr Haltbarkeitsdaten, Batterien und den Ladestand deiner Powerbank, zum Beispiel bei der Zeitumstellung. So bleibt dein Vorrat frisch, und in der Krise musst du nichts wegwerfen.

Passe die Checkliste an deinen Haushalt an: Babys, Haustiere und Menschen mit Allergien oder Dauermedikamenten brauchen zusätzlichen Vorrat. Mit dem Vorratskalkulator des Bundes kannst du die Mengen für deine Familie berechnen.


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